Stiftungsbericht

Januar 2021 bis Dezember 2021

Stiftung für das Mutter-Kind-Heim der JVA Frankfurt III

Im Geschäftsjahr 2021 wurde auch die Arbeit unserer Stiftung beeinflusst durch die Auflagen und Einschränkungen, welche die Corona bedingte Notlage mit sich brachte. Dennoch war es der Stiftung möglich, erfolgreich zu arbeiten und mehrere Projekte in der Frankfurter Justizvollzugsanstalt III zu verwirklichen und alleine zu finanzieren.
Zu nennen ist hier im Besonderen die Einrichtung und Möblierung eines Skype-Raumes im Mutter-Kind-Heim, um auch während der Corona bedingten Ausgangssperren und Besuchsverboten den Kontakt der Mütter mit ihren zuhause lebenden Kindern und der Geschwisterkinder untereinander zu ermöglichen. Dieses Angebot wurde und wird gerne und häufig genutzt. Ebenfalls der Pandemie geschuldet, war die Anschaffung von zwei recht großen Hochbeeten, um den Frauen in den Zeiten der Ausgangssperre ein neues Betätigungsfeld zu bieten. Selbst die Kinder zeigen reges Interesse daran was dort wächst und später unter Anleitung der Hauswirtschaftsleiterin in der Küche verarbeitet wird.
Den Müttern und Kindern im geschlossenen Heim konnte die Stiftung mit der Anschaffung eines Aquariums einen schon lange gehegten Wunsch erfüllen. Sicher hinter einer Glasscheibe stehend, beleuchtet und mit vielen bunten Fischen darin wurde das Becken schnell zum Anziehungspunkt.
Daneben stattete unsere Stiftung auch in diesem Jahr wieder den gesamten Besuchsbereich der Frauenhaftanstalt mit Kinderbüchern, Spielsachen und Verbrauchsmaterial aus.
Die Gesamtkosten für die Finanzierung all dieser Projekte beliefen sich auf insgesamt 5.810,42 Euro.
An Einnahmen konnte die Stiftung für das Mutter-Kind-Heim der JVA Frankfurt III im Jahr 2021 an Bußgeldern insgesamt 6.850,00 Euro verbuchen.
In einem Bittschreiben wurde die hiesige Gerichtsbarkeit darum gebeten, auch weiterhin Bußgeldzuweisungen der Stiftung zugute kommen zu lassen, damit diese auch zukünftig ihren vielfältigen Aufgaben gerecht werden kann.

Für Verwaltungskosten wie Pflege der Homepage, Versicherungs- und Mitgliedsbeiträge, Kontoführungsgebühren, Honorarkosten für die beauftragte Steuerberatungsgesellschaft sowie anfallende Bürokosten entstanden Unkosten in Höhe von 2.067,52 Euro. Dazu kommt ein Betrag von 336,94 Euro für Bankspesen.
Alle Details zu Einnahmen und Ausgaben der Stiftung befinden sich in der Jahresabrechnung/Vermögensübersicht, die sich im Anhang befindet.
Turnusmäßig fanden auch im Jahr 2021 wieder zwei Vorstandssitzungen statt. Sowohl die Sitzung am 21. Juni als auch die Sitzung am 24. November konnte vollzählig und als Präsenzveranstaltung durchgeführt werden.
Von beiden Sitzungen befinden sich sowohl das Einladungsschreiben mit detaillierter Tagesordnung als auch das Protokoll und der je halbjährige Tätigkeitsbericht der Vorstandsvorsitzenden im Anhang.
Bedingt durch den Anstaltswechsel von Frau Michaela Wasemüller an die JVA Wiesbaden, fand zum 1. August 2021 ein Wechsel im Stiftungsvorstand statt: Frau Nora Stang-Albrecht, die neue Leiterin der Justizvollzugsanstalt Frankfurt III wurde von den Mitgliedern des Vereins Mutter-Kind-Heim Preungesheim e.V. - dem Stifter – einstimmig zum neuen Vorstandsmitglied gewählt.
Am 8. Juli 2021 lud die Stadt Frankfurt am Main durch Herrn Oberbürger-meister Peter Feldmann alle Stiftungsvorstände der Frankfurter Stiftungen zu einem Empfang in die Paulskirche.
Am 6. Oktober 2021 händigte Herr Ministerpräsident Volker Bouffier im Kloster Eberbach das Bundesverdienstkreuz am Bande an die Vorstandsvorsitzende Frau Ortrud Georg-Pathe aus.
Am 11. November 2021 fand die Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen auf dem Campus Westend in Frankfurt statt.
 
Ortrud Georg-Pathe, Vorstandsvorsitzende
 
Erich Gebele, stellvertretender Vorsitzender
 
Dreieich, den 10. Januar 2022